Fischmarkt Göteborg

Göteborg - das schwedische Zentrum an der Westküste

Die Hafenstadt Göteborg ist nach Stockholm die zweitgrößte Stadt Schwedens. Wegen ihrer optimalen Lage an Schwedens schönen Westküste ist sie perfekt geeignet für einen kurzen Zwischenstopp auf dem Weg nach Norden. Aber auch für einen reinen Städtetrip ist das vielseitige Göteborg eine Reise wert.merken
Göteborg - die westlichste und zugleich größte Hafenstadt Schwedens ist Dreh- und Angelpunkt für die Containerschifffahrt und die begleitete und unbegleitete Fracht auf den Fähren von und nach Dänemark sowie Deutschland.

Göteborg wurde von Holländern gebaut, die verstehen sich am besten mit der Bebauung, der Urbarmachung von Marschland. Die Stadt innerhalb des Wallgrabens ist durchzogen von vielen Kanälen, die die Handschrift der Niederländer verdeutlicht. Im Jahre 1621 erhielt Göteborg ihre Stadtprivilegien und ist heute mit rund 570.000 Einwohnern die 2. größte Stadt Schwedens. Im Großraum Göteborgs leben rund eine Million Einwohner.

Göteborg liegt an der Mündung des Flusses Göta Älv, der dort in das Kattegat fließt. Diese privilegierte Lage ermöglichte Göteborg seit dem 16. Jahrhundert ihren Aufschwung und vor allem die industrielle Bedeutung. Der Göta Älv fließt nördlich von Göteborg in den Vänernsee und wurde zwischen 1810 und 1832 mit 190 KM künstlicher Wasserstraße als Göta Kanal bis Stockholm durchgeführt, um der Schifffahrt die Umrundung Südschwedens zu ersparen. Das längste künstliche Wassersystem Schwedens. Autor: B. Specht, 2021

Petra, unsere private Stadtführerin, zeigt uns die Highlights der Hafenstadt Göteborg

Göteborg - holländische Einflüsse prägen das Stadtbild
​Wir treffen Petra im Stadtzentrum am Gustav Adolfs Torget und sind gespannt darauf, die Stadt kennenzulernen. Das maritime Flair, die internationalen Besucher, die uns begegnen und das geschäftige Treiben haben uns seit der Ankunft in Göteborg ebenso positiv in Beschlag genommen wie die große Auswahl an Bars, Restaurants und Cafés. Eine angenehme Stadt mit herzlichen Bürgern.
Petra wartet bereits auf uns und nach einer kurzen Begrüßung geht es los.
Hinter uns liegt der Große Hafenkanal. Hier legten früher die Heimfahrerboote an, um dann die Waren auf dem Großen Platz, auf dem wir jetzt stehen, dem 1. Handelsplatz Göteborgs, zu verkaufen.
Wir gehen weiter zu Fuß. Petra erzählt uns, dass in fast ganz Göteborg die Fußgängerwege sehr gut ausgebaut sind, wobei viele von ihnen parallel zu den Fahrradwegen liegen, und man deshalb immer ein wachsames Auge haben sollte. Eine Autostadt, die viel für Fußgänger und Radfahrer übrig hat.
Weiter geht es zum Kronhuset und den „Kronhusbodarna“ (kleine ehemalige Lagerstätten, jetzt als kleine Geschäfte, Lokale benutzt), ein kleines Idyll mit Kopfsteinpflaster mitten im Einkaufsviertel. Das Kronhuset ist das älteste profane Gebäude der Stadt und wurde 1642 eingeweiht, die umliegenden „Kronhusbodarna“ stammen aus der Mitte des 18. Jh. sie wurden früher von der schwedischen Artillerie genutzt. Heute befinden sich hier kleine Läden, Handwerksstätten und ein Restaurant. Wir bekommen von ihr den Tipp, wenn wir mal richtig gute schwedische Hausmannskosten essen möchten, sollten wir hierher kommen. Für Naschmäuler oder als Mitbringsel für die Daheimgebliebenen empfiehlt sie die köstlichen handgefertigten Pralinen der Göteborgs Choklad & Karamell Fabrik die sich in einer der „Kronhusbodarna“ befindet.
Wir kommen zum Göta Älv, der 93 KM lange Fluss, der Göteborg ihren Namen verdankt. Wir befinden uns auf dem Festlandteil Göteborgs, am südlichen Flussufer. Gegenüber liegt die Insel Hisingen, die von der Kernstadt Göteborg aus mit Fährschiffen und über die hohe Göta Älv Brücke sowie einen Autotunnel verbunden ist.
Was uns gleich ins Auge sticht ist das Hochhaus mit dem roten Schrägdach. Petra erzählt uns, dass es 1989 eingeweiht wurde - Göteborgs ältestes Hochhaus. Heute ist es eines von Göteborgs Wahrzeichen. Die Göteborger nennen das Gebäude auch liebevoll Lippensift. Es ist 22 Stockwerke hoch, wobei die Stockwerke 18-22 als Schrägdach gebaut wurden, zu der Zeit durfte man in Göteborg nicht höher als 17 Stockwerke bauen, aber die 5 zusätzlichen Stockwerke wurden in der Form eines Schrägdaches genehmigt.  Ein weiteres interessantes Gebäude ist das Opernhaus, welches gegenüber liegt. Das Opernhaus, ein weiteres Wahrzeichen Göteborgs, welches im Jahre 1994 eingeweiht wurde und die Silhouette eines Schiffsrumpfs, von innen und von außen aufweist, um möglichst gut in das Hafengebiet eingepasst zu sein.
Auffallend auch das große Segelschiff, die Viermastbark Viking, sie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Kopenhagen gebaut und diente der dänischen Marine als Schulungsschiff. Später segelte sie mit Weizen und Hafer zwischen Australien und Großbritannien und liegt seit 1951 fest vertäut im Hafen der Eigentümerin, der Stadt Göteborg und wird heute ist als Hotelschiff mit Restaurant genutzt.
Weiter geht es zum Lilla Bomen, was auf Deutsch „kleiner Schlagbaum“ bedeutet, es ist ein kleines  Hafengebiet welches am Fluss Göta Älv mitten in der Stadt liegt und über einen Gästehafen verfügt.
Von hieraus geht es mit der Älvsnabben, einem kleinen Passagierschiff, auf dem Fluss entlang weiter nach Klippan. Das Schiff fährt nach Fahrplan jede halbe Stunde, die Göteborger lieben es nicht nur mit der Strassenbahn zu fahren sondern auch mit den regionalen Passagierschiffen welche im Verbundfahrschein mit inbegriffen sind.
Göteborg - zweigeteilt
​Wir wollen jetzt auf die andere Flussseite, auf die Insel Hisingen. Hier lagen früher drei große Werften bis in die 1970 iger Jahre hinein, dann kam die Wirtschaftskrise, von der vor allem die hiesigen Werften betroffen waren, die sich gegen die internationale Konkurrenz, hauptsächlich aus Asien, nicht mehr behaupten konnten.  Auf den ehemaligen Industrieflächen wird seit Beginn der 1990er entlang des Flusses gebaut. Es entstehen neue Stadtteile, Schulen, Bürogebäude, Hotels und Konferenzanlagen. Hier mischen sich Neubauten mit Altbauten einer verschwundenen Ära. (Manche haben sogar ihren Bootsplatz direkt neben ihrer Eingangstür und können nach Feierabend einen Abstecher mit Ihrem Boot in die Schären machen).
Wir steigen am Lindholmspiren aus, wo sich der Lindholmen Sience Park befindet - 330 Firmen haben sich hier etabliert, dazu gehören auch bekannte große Unternehmen wie Ericsson, Volvo Technologie, IBM, Semcon. Alleine hier gehen rund 10.000 Menschen ihrem Erwerb nach. Im Lindholmen Campus studieren heute über 10.000 Schüler und Studenten an verschiedenen Hochschulen, Gymnasien und den beiden Universitäten. Hier befindet sich auch die Hochschule für Seefahrt. Wir machen einen Spaziergang entlang der Uferpromenade nach Eriksberg, dort liegt der Ostindienfahrer Göteborg. Es handelt sich um eine Nachbildung, das Original ist im Jahr 1745 in der Hafeneinfahrt von Göteborg gesunken. Es gehörte zur Flotte der Ostindischen Kompanie. Dieses Schiff wurde im Jahr 2003 originalgetreu nachgebaut 1:1, und 2005 vom Stapel gelassen. Es handelt sich dabei um das weltweit größte aus Holz gebaute Segelschiff. Es werden auch Führungen angeboten.
Schwedenstahl aus Göteborg - das VOLVO Werk mit Museum
​Bevor wir mit dem Bus weiter zum Volvo Museum fahren wo Petra uns als autorisierter Guide das Museum zeigen wird, essen wir zur Stärkung ein herzhaftes Krabbenbrötchen - ein absolutes Muss, wenn man an der Westküste Schwedens zu Besuch ist.
Die herausragende Sammlung des Volvo Museums, 1995 eingeweiht, wächst ständig. Im Volvo Museum steht alles, was ein Emblem der Marke ziert: „Autos, Lastwagen, Busse, landwirtschaftliche Fahrzeuge, Flugzeuge und Boote mit über 100 Fahrzeugen und über 80 Jahren Geschichte, am 14. April rollte der ÖV4 Volvo`s erster Personenwagen aus einer Werkhalle hier auf der Insel Hisingen.
Göteborgs unterschiedliche Stadtteile
​Wir nehmen den Bus wieder zurück in die Stadt und fahren über die Älvsborg Brücke sie verbindet die Insel mit dem Festland. Unser nächster Halt ist Järntorget, dort möchte Petra uns den Altstadt-Stadtteil Haga zeigen, ein Highlight des Göteborg Tages. Haga ist bekannt für die gut erhaltenen alten Gebäude, Antiquitätenläden und den vielen Cafés. Hage, die älteste Vorstadt Göteborgs, ein ehemaliges Arbeiterquartier, wurde vor über 350 Jahren angelegt. Wir spazieren durch die Haga Nygatan mit ihren Kopfstein gepflasterten Straßen und bewundern die wunderschönen Landshövdingshus (Guverörshaus), die in einer für Göteborg typische Bauweise erbaut wurden. Eine Stadtratsverordnung aus dem 19. Jahrhundert besagte, dass Holzhäuser maximal zwei Stockwerke hoch sein dürfen. Dem gegenüber standen jedoch wirtschaftliche Interessen, denn für die zugezogenen Arbeiter wurde dringend Wohnraum benötigt. Also erfanden die damaligen Stadtplaner das Landshövdingshusen - mit einem Erdgeschoss aus Backsteinen und zwei oberen Stockwerken aus Holz. Auf diese Weise gelang es den Bauherren, die Vorschriften zu umgehen und es wurde mehr Wohnraum geschaffen.
Nach unserem Rundgang legen wir hier auch eine traditionelle Fikapause ein. Fika ist eine großartige tägliche schwedische Tradition. Hier geben die Schweden alles für Kaffee und Kuchen, die Fika, auf. Eine echte regionale Köstlichkeit sind die Kanelbulle, Zimtschnecken – am besten lauwarm verzehrt. Haga hält den Größenrekord in Schweden.
Jetzt haben wir Energie gesammelt, um den Skansberget mit über einhundert Stufen zu besteigen um bei Skansen Krona anzukommen. Von hier aus, eienr alten Wehrschanze aus dem späten 17. Jahrhunderts, haben wir einen fantastischen Blick über den größten Teil der Stadt.  Von hier aus kann man den Botanischen Garten, den Vergnügungspark Liseberg und den Lippenstift sehen. Unser Weg führt und nun durch den Stadtteil Vasastan, der im Gegensatz zu Haga aus Steinhäusern errichtet wurde. Dieser Stadtteil Göteborgs wurde im Stil der Neorenaissance und des Barocks gebaut, für die wohlhabende Bürger Göteborgs – so ist es bis heute.
Jetzt noch einen Abstecher zum Götaplatzen, der anlässlich der 300-jährigen Jubiläumsfeier angelegt wurde und das kulturelle Zentrum der Stadt Göteborg bildet. Ein zusätzliches Wahrzeichen Göteborgs ist ein Springbrunnen, in dessen Mitte die Poseidon Statue, der Gott des Meeres, einen wachen Blick über die Stadt hat. Das Kunstmuseum, das Theater und das Konzerthaus Göteborgs umrahmen den Poseidon-Brunnen.  Wir schlendern auf der Kungsportsavenyn, der Prachtstraße Göteborgs dem Zentrum zu, bis zum Kungsportsplatsen, wo wir der Saluhalle, einer erlebnisreichen Markthalle inmitten Göteborgs, einen Besuch abstatten. Es ist eine Konstruktion aus Stahl, Eisen und Glas. In kleinen Restaurants, die in der Markthalle verteilt sind, werden schmackhafte und günstige Mittagessen und Delikatessen aus Schweden und der ganzen Welt angeboten. Die letzten Schritte führen uns durch die Korsgatan vorbei an der Domkirche und der Deutschen Kirche zurück zum Gustav Adolfstorget, wo sich Petra von uns verabschiedet, nicht ohne ein paar zusätzliche Ausflugtipps für die nächsten Tage zu hinterlassen.

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