Sonnenaufgang bei Rovaniemi

Rovaniemi - wo der Weihnachtsmann wohnt

Rovaniemi, allgemein bekannt als Sitz des Weihnachtsmanns, ist die Hauptstadt von Finnisch Lappland und sozusagen das Tor zum Norden. Wunderschön gelegen am Zusammenfluss der Flüsse Ounasjoki und Kemijoki.merken
Napapiiri ist das finnische Wort für den Polarkreis. Eben dort liegt die Hauptstadt von finnisch Lappland. Wenn Sie direkt hierher fliegen, sich einen Mietwagen genommen haben, ist es durchaus möglich, dass Sie den Koffer südlich des Polarkreises und den Mietwagen nördlich davon entgegengenommen haben, weil Sie soeben die arktische Region betreten haben. Wohin Ihre Reise auch führt, an dem Weihnachtsmanndorf kommen Sie kaum vorbei. Vom Flughafen zur Hauptstraße, dort nach links abbiegen, dann werden Sie in rund einem Kilometer das Weihnachtsmanndorf erreichen, welches ebenfalls am Polarkreis liegt. Autor: B. Specht, 2020

Informationen | Rovaniemi | Weihnachtsmanndorf

Der letzte größere Ort bevor Einsamkeit und Wildnis überhand nehmen

Rovaniemi, mittlerweile mit den dazugehörigen Ortsteilen auf über 60.000 Einwohner angewachsen, liegt auf einer Fläche von rund 8.000 qkm, somit fast neunmal so groß wie Berlin*. Der Polarkreis und das Weihnachtmanndorf sind die Magnete der Stadt – wenngleich …. das Arktikum ist ein sehr sehenswertes Museum, welches den Schwerpunkt auf die Geschichte Lapplands legt – von der Frühgeschichte bis in die siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Darüber hinaus gibt es auch weitere Museen und nach einer halben Stunde Autofahrt, 30 KM, auch das Snowhotel, das jüngste Eishotel Finnlands, zu sehen.
Die Stadt hat eine durchweg junge Bevölkerung und wer abends etwas unternehmen möchte hat hier viele Möglichkeiten. Rovaniemi ist der politische, wirtschaftliche und kulturelle Hauptort finnisch Lapplands. Von hier aus hat sich die Region touristisch mehr und mehr entwickelt, gefolgt von den Skigebieten in Iso Syöte (ca. 160 KM), Ylläs – Levi (ca. 170 KM), Saariselkä (ca. 250 KM) und Vuokatti (ca. 340 KM), die auch eine sehr gute Ausgangslage in der Ruskazeit bieten – oft mit preislich spürbaren Eingeständnissen.
Geschichtlich* hat Rovaniemi eine sehr bewegte Vergangenheit aufzuweisen. Gehörte es vom Hochmittelalter an teilweise zu Schweden und Russland und erlangte es zu Beginn des letzten Jahrhunderts seine kommunale Selbstständigkeit, so wurde Rovaniemi im letzten Weltkrieg von der Sowjetunion angegriffen und diente mehrere Jahre als deutsches Zentrum für Führung und Logistik in Lappland. Um den Sowjets die Stadt nicht unversehrt zu übergeben, wurde sie zu 90% geplant von deutschen Truppen niedergebrannt, jedoch die Zivilbevölkerung tags zuvor evakuiert. Der Aufbau von Rovaniemi begann 1952*. Im 18 KM entfernten Norajärvi liegt der deutsche Soldatenfriedhof.
Rovaniemi war das erste Nachkriegs-Hilfeprojekt der UNRA (Vorgängerorganisation der UNICEF). Mit den Mitteln wurde der Tourismus in Rovaniemi entwickelt. National gesehen ein vorausschauendes Projekt, international derzeit noch unbedeutend.
Quelle: * Wikipedia

Täglich geöffnet: Das Weihnachtsmanndorf in Rovaniemi

Wenn sie Rovaniemi passieren und auf der E75 weiter in den Norden reisen, nach Saariselkä oder Norwegen / Nordkap, kommen Sie direkt am Weihnachtsmanndorf, Joulupukin Pajakylä, vorbei. Ein Stopp lohnt sich allemal, wenngleich es für manche Ohren befremdlich ist, im Juli über die Außenlautsprecher mit weihnachtlichen Evergreens berieselt zu werden. Im Dezember ist es hier sehr trubelig, insbesondere die britischen Gäste kommen zu einem Kurztrip von ein, zwei Tagen nach Lappland und die meisten wollen auch den Weihnachtsmann besuchen. In der Hochsaison empfehlen wir Ihnen, sehr früh im Weihnachtsmanndorf einzutreffen.
Halten Sie ruhig an, steigen Sie aus und genießen Sie den touristischen Hotspot. Insbesondere im Sommer, dann ist alles überschaubar. Zuerst ein Sprung über den Polarkreis, der sich durch das Weihnachtmanndorf zieht, bevor Sie das Haus des Weihnachtsmannes ansteuern.
Dort reihen Sie sich in die Schlange der Wartenden – im Sommer sehr überschaubar – ein, um dem Weihnachtsmann Guten Tag zu sagen, sich bei ihm auf den Stuhl zu setzen und gemeinsam in die Kamera zu lachen. Der Besuch ist kostenfrei, die Fotos als Einzelmotive oder auf einen Stick geladen, können Sie käuflich erwerben.  
Im Postamt des Weihnachtsmanndorfs können Sie jederzeit die Weihnachtsgrüße für jene bestellen, die Ihnen besonders am Herzen liegen. Die Karten werden rechtzeitig vor Weihnachten zugestellt. Was wäre ein Weihnachtsmanndorf ohne Einkaufsmöglichkeiten. Hier können Sie in den zahlreichen kleinen Geschäften Ihre Kreditkarte zum Glühen bringen. Sei es für bekannte Marken wie Iittala Wohnaccessoires oder Martiini Messer oder regional starke Anbieter aus dem Schmuck und Kunsthandwerk. Neben filigraner Handwerkskunst finden Sie auch eine große Auswahl an allgemeinen Gebrauchsgegenständen.
Ein kurzer geschichtlicher Abriss zur Entstehung des Weihnachtsmanndorfs
Die Finnen sind bekannt für Ihre - manches Mal auch sonderbare – Kreativität, denn wo gibt es Wettbewerbe im Handy Weitwurf, Weltmeisterschaften im Frauentragen und Luftgitarren spielen und Saunataxis oder Saunagondeln am Skilift? Aber auch das macht diese Nordeuropäer mit der klaren und dennoch für Ausländer schlecht deutbaren Sprache so beliebt.
Ach ja, das Weihnachtsmanndorf.
Es begab sich im Jahr 1950, dass Frau Elenore Roosevelt, die amerikanische Präsidentengattin, auf den Weg nach Rovaniemi war. Sie war die Seele der UNRA (Vorgängerorganisation der UNICEF) und wollte die finanziellen Mittel für das erste Nachkriegs-Hilfeprojekt Rovaniemi übergeben.
Wie aber das passende Programm für Frau Roosevelt zusammenstellen? Die Verantwortlichen hatten eine heute einfach anmutende Idee. Auf dem Polarkreis sollte eine Holzhütte für den Empfang erbaut werden. Binnen einer Woche wurde das Haus gezimmert. Aus dem Ounasjoki wurden die erforderlichen Bäume, die dort geflößt wurden, entnommen und zugehauen. Dieser gelungene Clou war der Start für den touristischen Aufstieg Rovaniemis. Wurde der Platz zuerst nur für eine Kaffeepause der Touristen genutzt, musste ein paar Jahre später ausgebaut und erweitert werden. Die Hütte existiert noch und wird heutzutage von rund 90.000 Besuchern jährlich besichtigt.
Quelle: Santaclausvillage.info